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Römischer Helm Imperial Gallic C Sisak
Römischer Helm Imperial Gallic C Sisak
179.90 CHF
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Römischer Kavalleriehelm Ribchester
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329.90 CHF
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Spätrömischer Kavalleriehelm Deurne
Spätrömischer Kavalleriehelm Deurne
389.90 CHF
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Spätrömischer Prunkhelm Berkasovo
Spätrömischer Prunkhelm Berkasovo
519.90 CHF
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Römischer Helm Imperial Italic D Mainz
Römischer Helm Imperial Italic D Mainz
259.90 CHF
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Das eiserne Antlitz: Warum Mittelalter Helme die wichtigste Zutat für Euer Überleben sind

Von allen Rüstungsteilen ist der Helm das einzige, bei dem es keine Abstufung gibt. Ein Treffer auf den Arm tut weh, ein Treffer auf die Brust nimmt die Luft — ein Treffer auf den ungeschützten Kopf beendet nicht nur den Kampf. Deshalb ist der Helm das Stück, an dem niemals gespart wird, und deshalb war er über alle Epochen hinweg das erste Rüstungsteil, das sich auch der einfache Fussknecht zulegte, wenn er sich sonst nichts leisten konnte.

Ein Helm arbeitet dabei nach zwei Prinzipien gleichzeitig, und beide müsst Ihr verstehen, um richtig zu kaufen. Das erste ist die Ableitung: Eine gewölbte, glatte Glocke lässt einen Hieb seitlich abgleiten, statt ihn stehen zu lassen — je runder und je steiler, desto besser. Das zweite ist die Dämpfung: Was an Energie doch ankommt, darf nicht direkt auf den Schädel gehen. Dafür sorgt nicht der Stahl, sondern das, was darunter sitzt. Ein Helm ohne Polsterung ist kein sparsamer Helm, sondern ein gefährlicher. Er wackelt, er sitzt bei jedem Schlag anders, und er gibt die volle Wucht weiter. Was dazwischen gehört, findet Ihr bei Bundhauben & Helmteile — und diese Position gehört von Anfang an ins Budget.

Die Zahl, auf die Ihr bei uns achten solltet, ist die Materialstärke, und beim Helm ist sie wichtiger als überall sonst. Wir führen von 1 mm bis 2 mm Stahl. Ein Millimeter ist Dekoration, Kostüm und LARP — leicht, bezahlbar, optisch stark, aber ausdrücklich nicht für Kontakt. 1,2 bis 1,6 mm ist der Reenactment-Bereich. 2 mm ist die Stärke für schweren Schaukampf und Buhurt, und der überwiegende Teil unserer Kampfhelme ist genau darin gefertigt. Verlasst Euch nicht auf die Optik, sondern auf die Angabe Einsatzbereich im Artikel: Sie unterscheidet zwischen Dekoration, Kostüm, LARP, Reenactment, Training, Schaukampf (leicht) und Schaukampf (schwer). Die Erklärung der Klassen steht auf unserer Seite zur Schaukampf-Klassifizierung.

Und die zweite Zahl, die es nur beim Helm gibt und die den häufigsten Fehlkauf verhindert: der Kopfumfang. Wir weisen ihn bei jedem Helm in Zentimetern aus, von etwa 58 bis 66 cm. Messt Euch einmal mit einem Bandmass über der Stirn und rund um den Hinterkopf — und rechnet die Polsterhaube dazu, die darunter kommt. Ein Helm, der ohne Bundhaube perfekt sitzt, ist mit ihr zu klein. Das ist die mit Abstand häufigste Ursache für eine Rücksendung, und sie lässt sich mit zwei Minuten und einem Bandmass vermeiden.

Von der Antike bis zur Gothik: Helme des Mittelalters und darüber hinaus

Bei den römischen Helmen bieten wir etwas an, das man sonst kaum irgendwo bekommt und das für eine ernsthafte Darstellung den Unterschied macht: die vollständige Typologie nach Fundort. „Römerhelm" ist nämlich keine Bauform, sondern eine Entwicklungsreihe über Jahrhunderte, und die Forschung benennt ihre Stufen nach den Orten, an denen die Originale gefunden wurden. Wir führen die Reihe Imperial Gallic von A bis H — Nijmegen, Bukarest, Sisak, Besançon, Weisenau, Hebron —, die Reihe Imperial Italic mit Cremona, Krefeld, Mainz und Niedermörmter, die früheren Coolus-Typen Haltern und Walbrook, die Auxiliarhelme Mainz, Heddernheim, Northwich, Witcham Gravel und Niederbieber, die Kavalleriehelme Ribchester, Deurne und Burgh Castle sowie die spätrömischen Stücke Intercisa II und IV, Berkasovo und Deir el-Medina. Wer eine römische Gruppe aufbaut, sollte sich vorab auf eine Epoche einigen — ein Trupp, in dem ein Coolus neben einem Berkasovo steht, überspannt vierhundert Jahre. Dazu passend führen wir Gladiatorenhelme (Thrakisch, Pompeji, Maximus), die Römische Gesichtsmaske aus Messingblech und den Römerhelm Galea für Kinder.

Die griechische Welt deckt der Korinthische Helm in Bronze und in seinen italischen Weiterentwicklungen ab, dazu Attische Helme mit Haarbusch und der Attische Hoplitenhelm. Und für die Kelten haben wir zwei Stücke, die für Schweizer Darsteller etwas Besonderes sind: den Keltischen Helm La-Tène-Zeit und den Keltischen Helm Port bei Nidau. Beide Fundorte liegen in der Schweiz — La Tène am Neuenburgersee hat einer ganzen Epoche den Namen gegeben, und der Waffenfund von Port am Ausfluss des Bielersees gehört zu den bedeutendsten keltischen Deponierungen überhaupt. Wer eine keltische Darstellung aufbaut, trägt hier also buchstäblich Fundgut aus der eigenen Region.

Jede Epoche hat ihre eigene Antwort auf dieselbe Frage gefunden — wie viel Sicht opfert man für wie viel Deckung:

Frühmittelalter

Volle Sicht, offenes Gesicht. Der Spangenhelm ist die charakteristische Bauweise dieser Zeit: Statt aus einem Stück getrieben zu werden — was damals kaum jemand konnte —, wird die Glocke aus mehreren Segmenten über ein Gerüst aus Spangen vernietet. Wir führen ihn als Germanischen Spangenhelm 500 n. Chr., Vendelzeitlichen Spangenhelm mit Kettenbrünne, Normannischen Spangenhelm in 1,6 und 2 mm sowie mit Gesichtsplatte. Dazu der Nasalhelm, dessen einfacher Nasensteg erstaunlich viel bringt: Konischer Nasalhelm Olmütz, Nasalhelm St. Wenceslas, Italo-Normannischer Nasalhelm und die Wikingerstücke Njal und Jörmungandr. Für den Norden führen wir ausserdem den Wikingerhelm Gjermundbu — nach dem einzigen jemals vollständig gefundenen Wikingerhelm —, den Brillenhelm in mehreren Ausführungen, den Sutton Hoo Helm, den Helm der Rus sowie Sleipnir und Raven.

Hochmittelalter

Maximale Deckung, minimale Sicht. Der Topfhelm der Kreuzzugszeit schliesst den Kopf vollständig ein und lässt nur einen Sehschlitz — für den Reiter, der aus dem Sattel im Anritt kämpft, war das der richtige Tausch, für den Fusskämpfer im Getümmel nicht. Bei uns: Topfhelm 14. Jahrhundert in Blank und Antikfinish, Grosser Topfhelm Sugar Loaf, Kreuzritter Topfhelm 13. Jahrhundert, Topfhelm der Kreuzfahrer aus 2 mm Stahl, Topfhelm Rieter von Kornburg, Grosser Topfhelm mit Krone, Helm der Kreuzritter, Kreuzritter Helm mit Gesichtsplatte und der Helm von Robert Bruce. Wer es leichter mag, greift zur Hirnhaube — der schlichten Kalotte, die das Fussvolk trug — oder zum Eisenhut, dessen umlaufende Krempe den Hieb von oben abweist und dabei Sicht und Atemluft lässt: Eisenhut mit Bändern, gerade Form, mit Wangenklappen und Burgunder Eisenhut 15. Jahrhundert.

Spätmittelalter

Der Kompromiss, der beides löst. Der Schaller zieht die Glocke nach hinten in einen langen Nackenschwanz und arbeitet mit einem Sehschlitz, den man durch Neigen des Kopfes öffnet und schliesst — kombiniert mit einem Kinnreff oder einer Halsberge ergibt das den besten Schutz, den das Mittelalter zu bieten hatte. Wir führen ihn als Deutschen Schaller 15. Jahrhundert in 1,6 und 2 mm, Deutschen Schaller ca. 1480, Gotischen Schaller in 2 mm und mit Halsberge, Englischen Schaller Coventry, Norditalienischen Blasebalg Schaller und Bogenschützen Schaller mit Visier. Daneben die Beckenhaube mit ihrer spitzen Glocke — Deutsche Beckenhaube 14. Jahrhundert sowie zwei Ausführungen mit Kettenbrünne, wahlweise mit vernieteten Flachringen oder Rundringen — und ihre berühmteste Variante, die Hundsgugel mit dem weit vorspringenden Visier, bei uns in 1,6 und 2 mm. Der italienische Gegenentwurf ist die Barbuta, die die antike korinthische Form wieder aufgreift: Italienischer Barbuta 15. Jahrhundert und Barbuta Helm mit Visier. Und über das Mittelalter hinaus reichen der Geschlossene Helm im englischen Stil des 16. Jahrhunderts und die Geschlossene Sturmhaube Burgonet des 17. Jahrhunderts.

Ein Rat zum Schluss dieses Abschnitts, der Euch mehr bringt als jede Typenkunde: Wählt den Helm nach Eurer Kampfweise, nicht nach dem schönsten Bild. Wer zu Fuss und in der Gruppe ficht, braucht Sicht nach unten und zur Seite — Eisenhut, Hirnhaube, Schaller. Wer im Einzelkampf steht und einen Gegner vor sich hat, kann sich einen Topfhelm leisten. Und wer noch nie einen geschlossenen Helm getragen hat, sollte wissen: Das Sichtfeld ist enger, als jedes Foto vermuten lässt, und die eigene Atemluft wird zum Thema. Probiert das aus, bevor Ihr bestellt.

Magie und Mythos: Fantasyhelme aus Herr der Ringe und Der Hobbit

Nicht jeder Helm muss einer Epoche folgen. Für Sammler, LARP und Film-Fans führen wir lizenzierte und detailgetreue Stücke, die den Weg aus der Leinwand in die Vitrine gefunden haben.

Aus Mittelerde stammen der Helm von Isildur und der Helm von Éomer aus Herr der Ringe sowie der Bruchtal Elbenhelm aus Der Hobbit — Letzterer ist unser eigentliches Elbenstück, und wer die schlanke, geschwungene Formensprache dieses Volkes sucht, findet sie genau dort. Aus dem antiken Kino kommen der Helm des König Leonidas aus 300 und der Helm des Crixus aus Spartacus. Weiter östlich stehen der Takeda Shingen Kabuto — passend zur vollständigen Samurai-Rüstung aus unseren Rüstungs-Sets — und der Persische Helm, auch in einer geschwärzten Epic-Black-Ausführung.

Für die dunkleren Rollen führen wir eigene Linien: den Barbuta Helm Epic Dark mit Visier, den Brünierten Wikinger Raven Helm, den Helm Plünderer sowie die Lederhelme Assassin in Braun und Schwarz und Warrior. Gerade für LARP sind Lederhelme oft die klügere Wahl: Sie sind erheblich leichter, sie werden im Sommer nicht zum Backofen, und sie dämpfen einen Schlag mit gepolstertem Latex besser als ein dünnes Blech. Die passenden Waffen und Schilde dazu stehen in der LARP-Abteilung, weitere Filmstücke unter Film & Fantasy und im Bereich Helme aus Fantasy & Film.

Unsere übrigen Helme findet Ihr sortiert nach Epochen und nach Kulturen — je nachdem, ob Ihr von der Zeit oder vom Volk her denkt.

Werterhalt durch ritterliche Pflege: So bleibt Euer Helm rostfrei

Der Helm ist das Rüstungsteil mit dem grössten Rostproblem, und der Grund ist banal: Ihr atmet hinein. Feuchte Atemluft schlägt sich innen an der kalten Glocke nieder, dazu kommt Kopfschweiss, und beides sammelt sich genau dort, wo niemand hinsieht. Wer nur die glänzende Aussenseite poliert, findet den Schaden erst, wenn er sich durchgearbeitet hat.

Der Ablauf nach jedem Einsatz, in dieser Reihenfolge: Erstens — Polsterung und Kinnriemen herausnehmen beziehungsweise lösen, statt den Helm im Ganzen wegzustellen. Zweitens — innen zuerst trockenreiben, dann aussen, besonders um die Nietköpfe, im Nackenschwanz und in den Visierscharnieren. Drittens — einen dünnen Ölfilm auftragen; Ballistol Universalöl ist dafür Standard und günstig, und dünn heisst wirklich dünn, denn ein dicker Film bindet Staub. Viertens — die Visier- und Scharnierpunkte gezielt ölen, damit nichts klemmt. Fünftens — offen und mit der Öffnung nach unten lagern, nie mit der eingelegten Polsterung in einer geschlossenen Tasche. Alles Nötige steht unter Pflege & Reinigung, die ausführliche Anleitung auf unserer Seite Reinigung & Pflege. Ist Flugrost schon da, löst ihn ein Entroster, ohne den gesunden Stahl anzugreifen.

Das Bauteil, das tatsächlich als Erstes versagt, ist aber weder Stahl noch Futter — es ist der Kinnriemen. Er ist die einzige Verbindung zwischen Euch und dem Helm, er wird bei jedem Auf- und Absetzen bewegt, und er reisst an der Lochreihe. Ein Helm, dessen Riemen mitten im Gefecht aufgeht, verrutscht und nimmt Euch die Sicht — im schlimmsten Moment. Prüft ihn vor jeder Saison, fettet ihn wie Rüstungsleder und tauscht ihn aus, bevor er versagt. Ersatzriemen und Nieten findet Ihr bei den Rüstungsteilen, ein Helmständer hält den Helm luftig und in Form — und macht ihn nebenbei zum Ausstellungsstück, statt ihn im Schrank verschwinden zu lassen.

Drachenhort – Schweizer Shop für Helme

Wir versenden direkt aus unserem Schweizer Lager. Das erspart Euch Zoll, Einfuhrsteuer und Speditionsaufschläge und macht eine Rücksendung zu einer Sache von Tagen statt Wochen. Was sofort lieferbar ist, verlässt unser Lager in der Regel am nächsten Werktag; bei Bestellartikeln nennen wir die Lieferfrist offen auf der Produktseite, statt Euch raten zu lassen.

Und bei keinem anderen Ausrüstungsteil ist Anprobieren so wenig zu ersetzen wie beim Helm. Ein Helm kann im Kopfumfang stimmen und trotzdem falsch sein — weil er auf den Ohren aufliegt, weil er beim Nicken vor die Augen rutscht, weil das Sichtfeld enger ist, als Ihr erwartet habt, oder weil er mit Bundhaube plötzlich drückt. In unserem Showroom in Kirchberg setzt Ihr die Helme auf, dreht den Kopf, schaut nach unten auf Eure Füsse und atmet einmal kräftig durch. Das sind vier Bewegungen, die mehr sagen als jede Produktbeschreibung — und der Grund, warum es sich für einen Helm lohnt, den Weg zu uns zu machen. Alle Masse findet Ihr in unseren Grössentabellen; für Vereine, Ensembles und Veranstalter gelten unsere Mengen- & Firmenrabatte.

Ob Ihr die richtige Materialstärke für Euren Verein sucht, wissen wollt, welche Polsterung unter welchen Helm gehört, oder welcher Typ zu Eurer Epoche und Eurer Kampfweise passt: Fragt uns. Wir tragen dieses Zeug selbst — und sagen Euch auch dann ehrlich, was Ihr braucht, wenn die ehrliche Antwort der schlichtere Helm ist.

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