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VARIANTE WÄHLEN

Leichtigkeit und Legende: Authentische Lederhelme für Abenteurer

Es gibt einen Punkt, an dem ein Stahlhelm aufhört, ein Vorteil zu sein. Er liegt meist irgendwo in der zweiten Stunde eines Sommertages — wenn das Gewicht auf dem Nacken drückt, die Glocke sich in der Sonne aufheizt und man merkt, dass man die letzten zwanzig Minuten nur noch daran gedacht hat, ihn abzunehmen. Genau dort beginnt die Domäne des Lederhelms.

Er ist leichter, er heizt sich nicht auf, er lässt Luft an den Kopf, und er wird nach ein paar Einsätzen zu Eurer Kopfform statt umgekehrt. Und weil wir ehrlich beraten, sagen wir auch gleich, wofür er nicht gedacht ist: Die Helme dieser Kategorie sind in ihren Artikeldaten für Dekoration, Kostüm, LARP und Reenactment ausgewiesen — nicht für Schaukampf und nicht fürs Training mit Stahl. Wer mit Stahlwaffen antritt, findet die passenden Helme unter Helme nach Epochen, wo wir bis 2 mm Stahl führen; was die Klassen bedeuten, erklären wir auf unserer Seite zur Schaukampf-Klassifizierung.

Unser Sortiment besteht aus drei klar unterscheidbaren Familien, und wenn Ihr wisst, welche Ihr sucht, ist die Auswahl in einer Minute getroffen: die Linie Assassin in Braun und Schwarz für die verdeckte Figur, die Linie Warrior in Braun und Schwarz für die kämpferische — und, als völlig eigener Fall, die Pickelhaube der preussischen Infanterie als historisches Sammlerstück.

Flexibler Schutz: Was LARP-Abenteurer und Reenactor wissen wollen

Zur Frage, ob Leder im LARP-Gefecht genügt: Ja — und der Grund ist besser, als die meisten denken. Gegen Polsterwaffen ist ein starrer Stahlhelm sogar im Nachteil, weil er den Schlag punktuell an den Schädel weitergibt, während Leder mit seiner Eigenelastizität einen Teil der Energie selbst aufnimmt. Dazu kommt das Gewicht: Ein Kopf, der weniger trägt, wird langsamer müde und reagiert schneller. Für LARP ist Leder deshalb nicht der Kompromiss, sondern häufig die bessere Wahl — und die ehrliche Kehrseite ist: Gegen Stahl schützt es nicht, und dafür ist es auch nicht ausgewiesen.

Zur Wetterfrage — und hier wird der Originaltext zu Recht vorsichtig, wir werden es noch etwas mehr: Leder verträgt Regen, aber es verzeiht falsches Trocknen nicht. Ein nass gewordener Lederhelm trocknet langsam, bei Raumtemperatur, an der Luft und mit Abstand zur Heizung, zum Lagerfeuer und zur Sonne. Hitze zieht das gebundene Wasser aus der Faser; das Leder schrumpft, wird hart und passt danach nicht mehr auf Euren Kopf. Das ist die mit Abstand häufigste Art, einen Lederhelm zu ruinieren — und sie passiert nicht im Regen, sondern danach.

Und eine Zahl, die Ihr vor der Bestellung kennen solltet: Die Helme dieser Kategorie sind auf Kopfumfänge bis etwa 61 cm ausgelegt; einzelne Modelle werden zusätzlich in Kleidergrössen von XS bis L geführt. Das ist enger als in unseren Stahlkategorien. Messt vorher nach, und rechnet dazu, was Ihr darunter tragen wollt. Eine Polsterhaube braucht auch beim Lederhelm ihren Platz — nötig ist sie hier weniger als beim Stahl, weil das Material selbst dämpft, aber sie verbessert den Sitz spürbar. Passende Hauben findet Ihr unter Bundhauben & Helmteile.

Von den Schatten der Gassen bis zum grossen Heerlager: Einsatzbeispiele

Für die verdeckte Figur — den Schurken, den Späher, den Meuchler, den Dieb — steht der Lederhelm Assassin, den wir in Braun und Schwarz führen. Sein eigentlicher Vorteil ist einer, den Metallhelme prinzipiell nicht haben: Er ist leise. Kein Klirren beim Kopfdrehen, kein Scheppern beim Anstossen, kein Reflex im Fackellicht — für eine Figur, die nicht gefunden werden will, ist das kein Detail, sondern die Rolle selbst. Ergänzen lässt sich das mit den dunklen Stücken aus unseren Lederrüstungen, etwa dem Kragen und Schulterschutz der Balor-Linie, und den Waffen aus der LARP-Dolchabteilung.

Für die kämpferische Figur — Söldner, Barbar, Wache, Waldläufer — steht der Lederhelm Warrior, ebenfalls in Braun und Schwarz und mit einem Einstiegspreis, der ihn zum günstigsten Kopfschutz unseres ganzen Helmsortiments macht. Für alle, die ihre erste LARP-Ausrüstung zusammenstellen, ist er der vernünftigste Startpunkt überhaupt: Er kostet einen Bruchteil eines Stahlhelms, er wiegt fast nichts, und er lässt sich mit einer Lederrüstung zu einer vollständigen Figur ausbauen. Was dazu passt, findet Ihr in der gesamten LARP-Abteilung; wo Ihr es ausführen könnt, sammeln wir im Mittelalterkalender.

Und dann ist da das Stück, das aus der Reihe fällt und gerade deshalb interessant ist: die Pickelhaube der preussischen Infanterie. Sie ist kein Fantasy-Stück, sondern die Nachbildung einer der bekanntesten Militärkopfbedeckungen der Geschichte — und sie beweist nebenbei, dass Leder als Helmmaterial keine Notlösung ist. Das Original von 1842 bestand aus gepresstem, gekochtem Leder mit Messingbeschlägen: leicht genug für den Marsch, formstabil genug für den Dienst, und billig genug, um eine ganze Armee damit auszustatten. Genau diese Technik — Leder in heissem Wasser oder Wachs formen und steinhart trocknen lassen — kennt man aus dem Mittelalter als cuir bouilli; die Pickelhaube ist ihr letzter grosser militärischer Auftritt. Als Sammlerstück auf einem Helmständer schlägt sie die Brücke zu unserer Abteilung Helme der Neuzeit, wo Ihr sie auch in einer Stahlausführung findet.

Qualität, die atmet: Warum sich hochwertige Lederarbeit lohnt

Woran Ihr einen guten Lederhelm erkennt, sind vier Stellen — und Ihr könnt sie alle selbst prüfen. Erstens die Naht: Sie soll gleichmässig, eng und mit gewachstem Faden gesetzt sein, denn sie hält die Form. Zweitens die Kante: Sie soll sauber beschnitten und idealerweise geglättet sein — eine rauhe Schnittkante scheuert an der Stirn und franst mit der Zeit aus. Drittens die Nieten und Beschläge: Sie sollen satt sitzen und nicht durchs Leder wandern. Viertens die Innenseite: Dort entscheidet sich, ob der Helm nach einer Stunde noch angenehm ist.

Ein Wort zur Materialbeschreibung, weil wir hier lieber vorsichtig als vollmundig sind: Ob ein bestimmter Helm aus pflanzlich gegerbtem oder gehärtetem Leder gefertigt ist, steht — wenn es zutrifft — in den Artikeldetails. Wir behaupten es nicht pauschal für das ganze Sortiment. Was für alle unsere Lederhelme gilt: Sie sind aus echtem Leder gearbeitet, nicht aus Kunstleder, und genau das ist der Unterschied, den man nach zwei Saisons sieht. Echtes Leder wird mit Gebrauch schöner — es dunkelt nach, bekommt Glanz an den Stellen, die berührt werden, und erzählt am Ende, wo Ihr überall damit wart. Kunstleder wird nur älter.

Zur Pflege gilt dasselbe wie für jedes Rüstungsleder, und es ist wenig: Schmutz trocken abbürsten statt nass schrubben. Nass gewordenes Leder langsam und bei Raumtemperatur trocknen. Und dann sparsam nachfetten — sparsam ist hier das Schlüsselwort, denn zu viel Fett macht die Fasern weich statt geschmeidig, und ein weicher Helm verliert die Form, die ihn überhaupt schützen lässt. Passende Mittel findet Ihr unter Pflege & Reinigung — unter anderem das Pflegeset für Lederschuhe, das für Helmleder ebenso taugt — sowie das Ballistol Pluvonin Imprägnierspray; die vollständige Anleitung steht auf unserer Seite Reinigung & Pflege. Und gelagert wird ein Lederhelm luftig und in Form, nicht zusammengedrückt in der Kiste: Faltkanten werden zu Bruchkanten.

Drachenhort – Schweizer Shop für Lederhelme

Wir versenden direkt aus unserem Schweizer Lager. Das erspart Euch Zoll, Einfuhrsteuer, Importgebühren und lange Wartezeiten — und macht eine Rücksendung, falls die Grösse doch nicht passt, zu einer Sache von Tagen statt Wochen. Was sofort lieferbar ist, verlässt unser Lager in der Regel am nächsten Werktag; bei Bestellartikeln nennen wir die Lieferfrist offen auf der Produktseite, statt Euch raten zu lassen.

Und weil Lederhelme enger geschnitten sind als Stahlhelme, lohnt das Aufsetzen hier besonders. Leder gibt zwar mit der Zeit ein wenig nach und formt sich auf den Kopf — aber es dehnt sich nicht beliebig, und ein Helm, der von Anfang an drückt, wird nicht gut. In unserem Showroom in Kirchberg setzt Ihr auf, dreht den Kopf und merkt in fünf Sekunden, ob die Grösse stimmt. Alle Masse findet Ihr in unseren Grössentabellen; für Vereine, LARP-Gruppen und Veranstalter, die eine ganze Truppe günstig und einheitlich ausstatten wollen, gelten unsere Mengen- & Firmenrabatte — und gerade dafür ist der Lederhelm die naheliegende Lösung.

Ob Ihr wissen wollt, welche Grösse zu Eurem Kopfumfang passt, wie Ihr einen nass gewordenen Helm richtig trocknet, oder wie sich eine ganze Figur um einen Lederhelm herum aufbauen lässt: Fragt uns. Wir tragen dieses Zeug selbst — und sagen Euch auch dann ehrlich, was Ihr braucht, wenn die ehrliche Antwort das günstigere Stück ist.

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