Die Spitze des Speers: Legendäre Ersatzklingen und Speerspitzen
Stellt Euch vor, Ihr steht in einer nebligen Frühe auf einem Hügel im Mittelland, den hölzernen Schaft des Speers fest in der Hand. Das kalte Eisen der Spitze schimmert matt im ersten Licht. In der Geschichte der Menschheit war der Speer die erste und treueste Waffe — von den Jagdgründen der Steinzeit bis zu den disziplinierten Reihen der mittelalterlichen Infanterie.
Doch auch die beste Klinge zeigt irgendwann die Spuren harter Kämpfe. Hier findet Ihr beides: Speer- und Lanzenspitzen von der Antike bis in die Neuzeit — und Ersatzklingen für Schwerter, Rapiere und Säbel, mit denen aus einer beschädigten Waffe wieder eine brauchbare wird, statt einer neuen Anschaffung.
Von Kelten bis Wikingern: Was Reenactor über Speerspitzen wissen wollen
Die häufigste Frage betrifft die Formen — und die Unterschiede sind grösser, als man denkt. Die germanische framea, von Tacitus beschrieben, war schmal und kurz: eine Waffe für Männer, die sich kein Eisen im Übermass leisten konnten, und gerade deshalb erstaunlich wirksam. Wir führen sie als Speerspitze Germanische Frame.
Der Flügelspeer — bei uns als Wikinger Flügellanzenspitze und in mehreren Flügelspeer-Ausführungen — hat die beiden seitlichen Ansätze unterhalb des Blattes nicht als Zierrat. Sie verhindern, dass die Spitze zu tief eindringt und im Ziel steckenbleibt, und sie fangen die gegnerische Waffe ab. Das ist der Unterschied zwischen einem Speer, den man einmal wirft, und einem, mit dem man ficht.
Und die keltische Form hat einen Namen, der aus der Schweiz kommt: Unsere Keltische Speerspitze der La-Tène-Zeit ist nach einer Fundstelle am Ufer des Neuenburgersees benannt. Dort kamen ab 1857 tausende Objekte zutage — so viele und so charakteristisch, dass die gesamte jüngere Eisenzeit Europas heute nach diesem Schweizer Ort heisst. Wer diese Spitze auf einem Kelten-Event trägt, trägt die Form, die einer ganzen Epoche ihren Namen gab — und zwar auf dem Boden, auf dem sie gefunden wurde.
Zur zweiten Standardfrage, dem Schaukampf: Wann tauscht man eine Klinge? Wenn Scharten so tief sind, dass sie nicht mehr sauber ausgeschliffen werden können, wenn die Klinge sich bleibend verzogen hat oder wenn sich am Griffansatz Spiel zeigt. Das ist keine Frage der Optik, sondern der Sicherheit — und der Punkt, an dem ein Austausch günstiger ist als eine neue Waffe.
Vom Handwerk bis zum Heldenmut: Eure Speerspitzen im Einsatz
Die wichtigste Auskunft zu den Ersatzklingen zuerst, weil hier die meisten Fehlkäufe passieren: Eine Ersatzklinge passt nicht zu irgendeinem Schwert, sondern zu einem bestimmten Modell. Wir führen sie deshalb genau so benannt — für das Tinker Langschwert, für das Tinker Bastardschwert mit und ohne Hohlkehle, für das Tinker Frühmittelalterschwert und das Frühe Wikingerschwert. Für die Fechter: Hanwei Rapiere, Practical Rapier in 94 und 109 cm, Radaelli- und Pecoraro-Säbel sowie das Fechtrapier mit Schlägerklinge. Prüft vor der Bestellung, welches Modell Ihr habt — im Zweifel fragt uns, das ist schneller als eine Rücksendung.
Für die Speerbauer haben wir alles beisammen: den Schaft aus Eschenholz in 190 cm — Esche war schon in der Antike das Holz für Speerschäfte, weil es biegt statt bricht — und am unteren Ende den Speerfuss. Der ist kein Zubehör, sondern Teil der Waffe: Beim griechischen Dory hiess er Sauroter, diente als Gegengewicht, schützte den Schaft am Boden und war die Reservespitze, wenn vorne etwas abbrach. Wir führen die griechische Kombination als Speerspitze und Speerfuss für Griechisches Dory — passend zur Hoplitendarstellung.
Dazu die Spezialformen, an denen man sieht, wie genau Waffen auf ihre Aufgabe zugeschnitten waren: Die Saufeder mit ihrem Querknebel, der verhindert, dass ein wehrhaftes Wildschwein den Schaft hochläuft. Die Speerspitze Kettenbrecher mit ihrem schmalen, verstärkten Blatt gegen Ringgeflecht. Und die Lanzenspitze der Heiligen Lanze als Museumsreplik — jener Reichskleinodie, die den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches jahrhundertelang bei der Krönung vorangetragen wurde.
Wer eine ganze Waffe statt einer Spitze sucht, findet sie bei den Stangenwaffen für den Schaukampf, den Dekowaffen und den Geschliffenen Waffen.
Qualität, die den Aufprall überdauert: Warum sich Profi-Klingen lohnen
Oft wird gefragt, ob eine einfache Dekospitze für das Training reicht. Sie reicht für die Wand. Wer ernsthaft arbeitet, achtet auf zwei Dinge: Die Tülle muss stramm auf den Schaft gehen, damit sich nichts löst, und der Stahl darf nicht spröde sein.
Deshalb steht in unseren Datenblättern nicht nur „Stahl", sondern welcher: Kohlenstoffstahl und SK5 bei den Spitzen, bei den Ersatzklingen Federstahl 5160, Karbonstahl 1566 und 9260 sowie Federstahl EN45. Das sind die Sorten, die für Klingen entwickelt wurden — 9260 etwa ist ein Silizium-Federstahl, der sich weit biegen lässt und wieder gerade wird, statt zu brechen. Die Klingenlängen reichen von 11 Zentimetern bis zu 109.
Und ein Punkt, den wir nicht überlesen wollen: Ein Teil dieser Artikel ist geschliffen — also scharf. Das steht jeweils im Artikelnamen. Für Schnitt-Tests und Jagddarstellung ist das gewollt, im Schaukampf hat es nichts verloren, und beim Transport gelten Regeln. Was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht, fasst unsere Seite zum Schweizer Waffengesetz zusammen; was die Klassen im Schaukampf bedeuten, steht unter Schaukampf-Klassifizierung. Der ausgewiesene Einsatzbereich dieser Kategorie reicht von Dekoration und Kostüm über Reenactment, Training und Schnitt-Test bis zum leichten und schweren Schaukampf — welcher Artikel wofür freigegeben ist, steht im Datenblatt.
Drachenhort – Schweizer Shop für Ersatzklingen und Speerspitzen
Wenn Ihr Eure Ausrüstung instand setzen oder eine Waffe selbst aufbauen wollt, sind wir Euer Partner in der Schweiz. Wir kennen die Ansprüche der Schweizer Reenactment- und Fechtszene an Material und Sicherheit. Da wir direkt aus unserem Schweizer Lager versenden, entfallen Zoll, Einfuhrsteuer und Speditionsaufschläge — bei einer Ersatzklinge, die schneller da sein soll als das nächste Turnier, zählt jeder Tag. Was sofort lieferbar ist, verlässt uns in der Regel am nächsten Werktag.
Wir beraten Euch gerne dazu, welche Klinge zu Eurem Modell gehört, wie eine Tülle sauber auf den Schaft kommt und welche Spitze zu Eurem Darstellungszeitraum passt — und wir sagen Euch auch ehrlich, wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Im Showroom in Kirchberg könnt Ihr das Gewicht einer Spitze in der Hand spüren, was auf dem Bildschirm nicht geht. Für Gruppen, die mehrere Speere gleich aufbauen, gelten unsere Mengen- & Firmenrabatte. Zur Pflege des Stahls führt unsere Seite Reinigung & Pflege weiter, die passenden Öle und Schleifsteine findet Ihr unter Pflege & Reinigung.
Entdeckt jetzt unsere Ersatzklingen & Speerspitzen — das übrige Zubehör für Waffen & Rüstungen findet Ihr in der Übersicht, darunter Scheiden & Schwerthüllen und Wandhalterungen. Wo Ihr das Ganze ausführen könnt, sammeln wir im Mittelalterkalender.

