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SOFORT LIEFERBAR
Panzerhandschuhe aus 1,3mm Stahl
Panzerhandschuhe aus 1,3mm Stahl
159.90 CHF
BESTELLBAR
Einfache Armschienen aus 1,2mm Stahl
Einfache Armschienen aus 1,2mm Stahl
45.90 CHF
BESTELLBAR
BESTELLBAR
Wikinger Armschutz aus 2mm Stahl
Wikinger Armschutz aus 2mm Stahl
45.90 CHF
BESTELLBAR
Ellbogenkacheln aus 2mm Stahl
Ellbogenkacheln aus 2mm Stahl
99.90 CHF
BESTELLBAR
Plattenhandschuhe aus 1,2mm Stahl
Plattenhandschuhe aus 1,2mm Stahl
199.90 CHF
BESTELLBAR
Armzeug mit Messingrand aus 1,5mm Stahl
Armzeug mit Messingrand aus 1,5mm Stahl
299.90 CHF
BESTELLBAR
BESTELLBAR
Polierte Ellbogenkachel aus 1mm Stahl
Polierte Ellbogenkachel aus 1mm Stahl
99.90 CHF
BESTELLBAR
Ellbogenkachel Epic Dark aus 1mm Stahl
Ellbogenkachel Epic Dark aus 1mm Stahl
109.90 CHF
BESTELLBAR
Panzerhandschuhe aus 1mm Stahl
Panzerhandschuhe aus 1mm Stahl
239.90 CHF
BESTELLBAR
Unterarmschienen aus 1,2mm Stahl
Unterarmschienen aus 1,2mm Stahl
59.90 CHF
BESTELLBAR
BESTELLBAR
Jackenkette aus 2mm Stahl
Jackenkette aus 2mm Stahl
79.90 CHF
BESTELLBAR
Jackenkette aus 1mm Stahl
Jackenkette aus 1mm Stahl
89.90 CHF
BESTELLBAR
Armzeug 15. Jahrhundert aus 1,6mm Stahl
Armzeug 15. Jahrhundert aus 1,6mm Stahl
199.90 CHF
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Präzision und Stahl: Warum meisterhaftes Armzeug die wichtigste Zutat für Euer Handwerk ist

Hand und Unterarm sind die mit Abstand häufigsten Trefferstellen — nicht aus Zufall, sondern aus Geometrie: Sie sind der Teil des Körpers, der der gegnerischen Klinge am nächsten ist, sie stehen beim Parieren wie beim Schlagen vorn, und sie lassen sich nicht hinter dem Schild verstecken, weil sie das Schild führen. Wer eine Plattenrüstung Stück für Stück aufbaut, sollte nach dem Halsschutz genau hier weitermachen und nicht beim Brustpanzer.

Gleichzeitig ist der Arm die Zone mit dem grössten Zielkonflikt der ganzen Rüstkunst. Der Ellbogen muss sich beugen, die Hand muss greifen, das Handgelenk muss abwinkeln — und jede dieser Bewegungen erzeugt eine Öffnung, durch die Stahl nicht hindurchgeht, eine Klinge aber schon. Die Lösung des Plattners heisst Geschübe: schmale, übereinandergreifende Bänder, die sich beim Beugen auseinanderziehen und beim Strecken wieder schliessen. Ein gutes Armzeug ist deshalb keine Röhre, sondern ein Mechanismus.

Bevor Ihr bestellt, die Angabe, an der alles hängt: Wir führen von 1 mm bis 2 mm Stahl. Ein Millimeter ist die LARP- und Kostümstärke — leicht, bezahlbar, optisch stark, aber nicht für Vollkontakt. 1,2 bis 1,3 mm ist solides Reenactment. 1,5 bis 1,6 mm ist die Stärke, in der ernsthaft gefochten wird. 1,8 bis 2 mm ist schwerer Kontakt. Verlasst Euch dabei nicht auf die Optik, sondern auf die Angabe Einsatzbereich im Artikel — sie unterscheidet zwischen Dekoration, Kostüm, LARP, Reenactment, Training, Schaukampf (leicht) und Schaukampf (schwer). Und gerade an der Hand ist das keine Formalie: Sie ist die Stelle, an der eine gesparte Zwanzigernote am schnellsten und schmerzhaftesten weh tut. Was die Klassen bedeuten, steht auf unserer Seite zur Schaukampf-Klassifizierung.

Vom Wikinger-Thing zum spätmittelalterlichen Turnier: Armschienen kaufen

Am Anfang steht die einfachste Form: die Unterarmschiene, eine gewölbte Halbröhre über der Aussenseite des Unterarms. Sie ist günstig, sofort tragbar und deckt genau die Fläche, die am häufigsten getroffen wird — bei uns als Unterarmschienen aus 1,2 mm Stahl, Einfache Armschienen, Gotische Armschützer und Gotischer Armschutz. Für viele Darstellungen ist das bereits die richtige Lösung, und wir sagen das offen, obwohl das teurere Armzeug daneben steht.

Für den Norden führen wir den Wikinger Armschutz in 1 mm und in 2 mm Stahl — die 2-mm-Variante ist eines der massivsten Stücke dieser Kategorie. Dahinter steht ein eigenes Konstruktionsprinzip, das Schienenpanzer: schmale Stahlstreifen, die auf Leder oder Textil aufgenietet werden, statt eine geschlossene Röhre zu bilden. Dasselbe Prinzip trägt die Armstulpe mit Stahlstreifen und in der spätmittelalterlichen Ausführung die Jackenkette, die wir in 1 mm und 2 mm führen: Stahlschienen, die direkt auf den Ärmel des Wamses genietet werden. Sie war die Ausrüstung derer, die sich kein volles Armzeug leisten konnten — und ist bis heute die leichteste Art, einen Arm ernsthaft zu panzern.

Aus der Antike kommen zwei Stücke, die dasselbe Bauteil in zwei Materialien zeigen: der Römische Armschutz Lorica Segmentata aus 1,6 mm Stahl und der Römische Armschutz Manica aus 1 mm Messing — die manica, der segmentierte Armschutz der Gladiatoren und mancher Legionäre, gebaut nach genau demselben Prinzip überlappender Bänder wie die Lorica Segmentata selbst. Aus dem Orient stammen die Bazu Band Armschienen, deren Name aus dem Persischen kommt und die die indo-persische Bauform aufgreifen — auch in einer Epic-Dark-Ausführung.

Das vollständige Armzeug ist die Königsklasse, und Ihr erkennt es an einem Bauteil: der Ellbogenkachel. Sie verbindet Ober- und Unterarmschiene über ein artikuliertes Gelenk und deckt damit die einzige Stelle, an der man einen Arm wirklich kampfunfähig schlagen kann. Wir führen sie einzeln — als Ellbogenkacheln aus 2 mm Stahl, Polierte Ellbogenkachel und Ellbogenkachel Epic Dark — und im kompletten Armzeug: Armzeug 15. Jahrhundert und Spätmittelalterliches Armzeug in 1,6 mm, Gotisches Armzeug 16. Jahrhundert, Armzeug mit Ellbogenkacheln in 1,8 mm, Armzeug mit Messingrand in 1,5 mm und die Gotischen Armschienen mit spitzen Ellbogenkacheln. Achtet dabei auf die Innenseite des Gelenks: Kachelformen mit seitlicher Erweiterung — dem sogenannten Flügel — decken die Armbeuge mit ab, und genau dorthin zielt ein erfahrener Fechter.

Und nun der Punkt, der über ermüdungsfreies Kämpfen entscheidet und den fast alle Anfänger falsch machen: Armzeug wird nicht am Arm festgeschnallt, es wird am Wams angenestelt. Historisch trug man ein Unterkleid mit angenähten Nestellöchern, an dem die Oberarmschienen mit Schnüren befestigt wurden — das Gewicht hängt dann an der Schulter, nicht am Bizeps. Wer stattdessen alles mit Riemen um den Arm zurrt, hat nach einer Stunde taube Finger und eine schlechte Durchblutung. Deshalb gehört unter jedes Armzeug ein Gambeson, und deshalb ist er kein Zubehör, sondern Bestandteil der Konstruktion. Wer die Lücke in der Achselhöhle schliessen will — die klassische Schwachstelle, die keine Platte erreicht —, ergänzt sie mit den Kettenteilen für Arme & Hände; die Schulterstücke, an die das Armzeug anschliesst, stehen bei Kopf, Hals & Schultern.

Die eiserne Faust: Mittelalter Plattenhandschuhe und Panzerfäustlinge

Hier gilt es zunächst einen weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen, und unsere eigenen Produktnamen verraten die richtige Antwort: Der Stundenglashandschuh ist ein Fäustling, kein Fingerhandschuh. Sein Name kommt nicht von der Fingerbauweise, sondern von der Form der Stulpe: weit ausgestellt am Unterarm, eng an der Handwurzel, wieder breiter über dem Handrücken — die Silhouette einer Sanduhr. Diese Bauform des 14. Jahrhunderts fasst die Finger unter gemeinsamen Querbändern zusammen. Deshalb heissen die Stücke bei uns folgerichtig Stundenglas Panzerfäustlinge, auch in der Epic-Dark-Variante, und daneben stehen die Handgefertigten Stundenglashandschuhe aus 1,6 mm Stahl, die Mittelalterlichen Stundenglashandschuhe Churburg sowie die farbigen Ausführungen in Rot/Gold, Schwarz/Gold und Schwarz/Grün.

Die eigentliche Entscheidung lautet also anders — und niemand kann sie Euch abnehmen:

Der Fäustling schützt deutlich besser. Die Finger liegen geschlossen hinter durchgehenden Bändern, es gibt keine Fugen zwischen den Gliedern, und ein Treffer verteilt sich über die ganze Hand. Was er kostet, ist Feinmotorik: Ihr könnt greifen und halten, aber nicht mehr einzeln bewegen. Für schweren Kontakt, für Zweihänder und Stangenwaffen ist das die richtige Wahl — etwa mit den Panzerfäustlingen mit Stulpe aus 1,6 mm Stahl oder den Mailänder Plattenhandschuhen aus 2 mm Stahl, dem massivsten Handschutz unseres Sortiments.

Der Fingerhandschuh gibt Euch die Hand zurück. Jeder Finger ist einzeln über kleine Lamellen artikuliert; Ihr könnt umgreifen, nachfassen und feiner führen. Bezahlt wird das mit Fugen an den Fingergliedern. Bei uns: Panzerhandschuhe in 1 mm, 1,2 mm und 1,3 mm, Vernietete Plattenhandschuhe, Gotische Panzerhandschuhe, Mittelalterliche Hentzen Plattenhandschuhe aus 1,6 mm StahlHentze ist der zeitgenössische deutsche Ausdruck für den Panzerhandschuh — sowie die beiden Visby-Stücke: Panzerhandschuhe Visby Typ III aus 1,5 mm Stahl und Mittelalterliche Panzerhandschuhe Schlacht von Visby. Diese Namen sind keine Fantasie: Sie stammen vom Massengrab von Visby auf Gotland, dem am besten dokumentierten Schlachtfeldfund des europäischen Mittelalters — dort weiss man aus den Skeletten ziemlich genau, welche Verletzungen tatsächlich vorkamen und wo eine Rüstung versagt hat.

Zwei praktische Hinweise, die man sonst erst nach dem ersten Turnier lernt. Erstens: Ein Panzerhandschuh braucht innen einen Lederhandschuh, an dem die Platten sitzen — bei manchen Modellen ist er dabei, bei anderen nicht. Prüft den Lieferumfang, bevor Ihr bestellt. Zweitens: Probiert den Handschuh mit dem Griff Eurer Waffe. Ein Fäustling, der um einen schlanken Schwertgriff perfekt schliesst, kann an einer Stangenwaffe mit dickem Schaft plötzlich nicht mehr zufassen.

Die leichtere Alternative zu allem hier steht bei den Lederrüstungen für Arme & Hände — kein Ersatz für Stahl im harten Kontakt, aber die richtige Wahl für Darstellung, Lager und Bogenschiessen.

Werterhalt durch ritterliche Pflege: So bleibt Euer Armzeug einsatzbereit

Armzeug und Handschuhe sind die pflegeintensivsten Teile einer Plattenrüstung — nicht weil sie empfindlicher wären, sondern weil sie Mechanismen sind. Ein Brustpanzer hat keine beweglichen Teile; ein Armzeug hat Dutzende. Und jedes davon kann klemmen.

Der Ablauf nach jedem Einsatz, in dieser Reihenfolge: Erstens — innen trockenreiben, dann aussen, besonders zwischen den Geschüben und um die Gelenknieten, wo Feuchtigkeit stehen bleibt und niemand hinsieht. Zweitens — die Gelenknieten und Drehpunkte gezielt ölen, nicht nur die Flächen; Ballistol Universalöl ist dafür Standard und günstig. Dünn auftragen: Ein dicker Film bindet Staub, und Staub zwischen zwei Bändern wird zur Schleifpaste, die das Gelenk in einer Saison ausleiert. Drittens — bei den Handschuhen den inneren Lederhandschuh herausnehmen oder zumindest offen trocknen lassen; er saugt den gesamten Handschweiss auf und rostet die Platten von innen an. Viertens — offen lagern, nie in geschlossener Kiste. Alles Nötige steht unter Pflege & Reinigung, die ausführliche Anleitung auf unserer Seite Reinigung & Pflege.

Und der häufigste Defekt am Armzeug ist kein Rost, sondern eine ausgeschlagene Niete. Wo zwei Bänder gegeneinander arbeiten, weitet sich das Nietloch mit der Zeit — das Gelenk bekommt Spiel, dann klappert es, dann klemmt es, und irgendwann steht die Kachel quer. Prüft die Drehpunkte vor jeder Saison auf Spiel, und tauscht die Niete aus, solange sie noch sitzt. Ersatznieten, Riemen und Schnallen findet Ihr bei den Rüstungsteilen; ein Rüstungsständer hält alles luftig und in Form.

Drachenhort – Schweizer Shop für Arm- und Handpanzerung

Wir versenden direkt aus unserem Schweizer Lager. Das erspart Euch Zoll, Einfuhrsteuer und Speditionsaufschläge — bei Stahlteilen ein spürbarer Unterschied — und macht eine Rücksendung, falls doch etwas nicht passt, zu einer Sache von Tagen statt Wochen. Was sofort lieferbar ist, verlässt unser Lager in der Regel am nächsten Werktag; bei Bestellartikeln nennen wir die Lieferfrist offen auf der Produktseite.

Und bei Handschuhen ist Anprobieren durch nichts zu ersetzen. Handgrössen streuen stärker als Konfektionsgrössen, der Lederhandschuh innen verändert das Mass noch einmal, und ob Ihr im Fäustling wirklich noch zufassen könnt, entscheidet sich in zwei Sekunden am Objekt. In unserem Showroom in Kirchberg könnt Ihr Armzeug und Handschuhe anlegen, den Arm beugen, die Faust schliessen und eine Waffe in die Hand nehmen. Bringt Euren Gambeson und die Waffe mit, die Ihr führt — das ist der einzige ehrliche Test. Alle Masse findet Ihr in unseren Grössentabellen, für Vereine und Veranstalter gelten unsere Mengen- & Firmenrabatte.

Wer sich vor dem Kauf ein Bild machen will, wie ritterliche Ausrüstung in der Schweiz tatsächlich aussah, findet im Ritterhaus Bubikon im Zürcher Oberland eine der besterhaltenen Johanniterkommenden Europas — anschaulicher als jede Produktbeschreibung. Und wenn Ihr unsicher seid, ob Fäustling oder Fingerhandschuh zu Eurer Waffe passt, ob einfache Armschienen reichen oder es das volle Armzeug braucht: Fragt uns. Wir tragen dieses Zeug selbst — und sagen Euch auch dann ehrlich, was Ihr braucht, wenn die ehrliche Antwort das schlichtere Stück ist.

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