Filter schliessen
  •  
von bis
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
BESTELLBAR
BESTELLBAR
BESTELLBAR
BESTELLBAR
BESTELLBAR

Das Erbe der Helvetier: Authentische keltische Helme

Von allen Kategorien unseres Shops ist diese hier die einzige, in der Schweizer Kunden buchstäblich Fundgut aus der eigenen Region kaufen können. Zwei unserer Helme tragen Schweizer Ortsnamen — und beide bezeichnen Fundplätze von europäischem Rang. La Tène am Ostende des Neuenburgersees hat einer ganzen Epoche der europäischen Vorgeschichte den Namen gegeben; die dort ab 1857 geborgenen Waffen und Geräte definieren bis heute, was Archäologen unter „keltisch" verstehen. Und Port bei Nidau am Ausfluss des Bielersees lieferte einen der bedeutendsten keltischen Waffenfunde überhaupt — Schwerter, Speerspitzen und Helme, offenbar als Opfergabe im Wasser niedergelegt.

Wer also in der Schweiz eine keltische Darstellung aufbaut, stellt keine fremde Kultur nach. Die Helvetier bewohnten das Mittelland zwischen Jura und Alpen, die Boier waren mit ihnen verbunden, und Caesars Bericht über ihren Auszug im Jahr 58 v. Chr. ist einer der ersten schriftlichen Texte, in denen dieses Land überhaupt vorkommt.

Schmiedekunst zwischen Mythos und Schutz: Was Kelten-Fans wissen wollen

Zur Frage nach den Wangenklappen — mit einer kleinen Korrektur, weil sie das Verständnis der Bauform verbessert: Die Wangenklappen schützen nicht gegen den Hieb von oben, sondern gegen den seitlichen Schlag ins Gesicht. Für oben ist die Glocke zuständig, die bei den Montefortino-Typen als Halbkugel mit aufgesetztem Knauf gearbeitet ist und den Schlag über ihre Rundung wegführt. Das eigentlich Bemerkenswerte an der keltischen Lösung ist, was sie weglässt: Kein Visier, kein Nasenschutz, keine geschlossene Front. Das Gesicht bleibt frei, Ohren und Blickfeld bleiben offen — eine Entscheidung für Wahrnehmung statt Deckung, und genau das Gegenteil dessen, was die Griechen im korinthischen Helm taten.

Zur Materialfrage müssen wir die Auskunft des Originaltextes zurechtrücken, denn sie stellt die Reihenfolge auf den Kopf. Die Helme der keltischen La-Tène-Kultur waren überwiegend aus Eisen geschmiedet; Bronze diente vor allem für Beschläge, Zierbleche und einzelne Prunkstücke. Die berühmten Montefortino-Helme dagegen sind klassischerweise Bronzeguss. Und Messing — die Legierung aus Kupfer und Zink — ist gar keine keltische Sache, sondern kommt erst mit dem römischen Einflussbereich in Umlauf. Für Euch heisst das: Unsere Stahlausführungen entsprechen dem eisernen Original am nächsten, während der Keltische Helm Montefortino A aus Messing die Buntmetall-Optik der gegossenen Originale wiedergibt und dabei den grossen Vorteil hat, nicht zu rosten. Beides ist eine legitime Wahl — man sollte nur wissen, welche man trifft.

Und die schönste Geschichte dieser Kategorie ist eine, in der die Kelten die Sieger sind — technisch jedenfalls. Der Montefortino-Helm ist eine keltische Erfindung, benannt nach einer Nekropole in Italien. Die Römer lernten ihn im Kampf gegen keltische Stämme kennen, übernahmen ihn — und trugen ihn anschliessend über dreihundert Jahre lang als Standardhelm ihrer Legionen. Wer wissen will, wie kultureller Austausch in der Antike tatsächlich funktioniert hat, muss sich nur diesen einen Helm ansehen. Wir führen ihn in Stahl und in Messing; die spätere römische Fortentwicklung findet Ihr unter Römische Helme.

Vom Oppidum bis zum Festgelage: Eure keltischen Helme im Einsatz

Unser Sortiment deckt drei Stufen der keltischen Welt ab. Für die klassische La-Tène-Zeit den Keltischen Helm La-Tène-Zeit und den Keltischen Helm Port bei Nidau — beide nach Schweizer Fundplätzen. Für die Zeit der Auseinandersetzung mit Rom den Gallischen Helm Typ Alesia, benannt nach dem Ort, an dem Vercingetorix' Aufstand 52 v. Chr. endete, und den Keltischen Helm 1. Jahrhundert. Und für die Schnittstelle zwischen beiden Welten die beiden Montefortino-Ausführungen, die je nach Bemalung und Ausstattung als keltisches oder als römisches Stück getragen werden können.

Eine praktische Auskunft, damit niemand mit falscher Erwartung bestellt: Die Helme dieser Kategorie sind für Dekoration, Kostüm, LARP, Reenactment, Training und leichten Schaukampf ausgewiesen — nicht für schweren Vollkontakt. Was die Klassen bedeuten, erklären wir auf unserer Seite zur Schaukampf-Klassifizierung. Und ein zweiter Hinweis, der eine Rücksendung verhindert: Die Kopfumfänge reichen hier von etwa 60 bis 62 cm — enger als in den meisten anderen Helmkategorien. Messt vorher nach, und rechnet zwei bis drei Zentimeter für die Polsterhaube dazu, ohne die kein Helm ruhig sitzt. Passende Einlagen findet Ihr unter Bundhauben & Helmteile.

Wer eine keltische Figur vollständig aufbauen will, ergänzt den Helm mit den keltisch verzierten Armstücken aus unseren Lederrüstungen — Triskel, keltische Spiralen, Wildschwein-Motiv und die Lederarmschienen Celtic —, dem Keltischen Lamellenpanzer aus dem Torsobereich und dem passenden keltischen Schuhwerk. Wo Ihr das ausführen könnt, sammeln wir in unserem Mittelalterkalender — Märkte, Lager und Veranstaltungen in der Schweiz und den Nachbarländern. Für LARP sind die keltischen Formen besonders dankbar: offen, leicht, und sie lassen der Figur ihr Gesicht.

Und ausserhalb jeder Darstellung: Ein Montefortino auf einem Helmständer ist ein Ausstellungsstück, das seine Geschichte selbst erzählt — und der Ständer hält ihn nebenbei luftig und in Form.

Qualität, die Generationen überdauert: Warum sich eine echte Replik lohnt

Bei keltischen Helmen gibt es drei Stellen, an denen sich Qualität festmachen lässt — und Ihr könnt sie alle selbst prüfen.

Erstens die Glocke. Sie muss sauber und gleichmässig getrieben sein, ohne Beulen und ohne flach gepresste Partien; eine ungleichmässige Wölbung leitet einen Schlag nicht ab, sondern hält ihn. Zweitens die Nietung der Wangenklappen. Sie hängen an Scharnieren, die bei jedem An- und Ablegen bewegt werden — sitzen die Nieten schief oder haben sie Spiel, klappert der Helm nach einer Saison und die Klappen stehen quer. Drittens die Kante: Sie gehört umgebördelt oder mit einem Draht verstärkt, denn beim Montefortino sitzt der hintere Nackenschirm direkt über dem Halsansatz.

Die Materialstärke reicht in dieser Kategorie von 1 mm bis 1,6 mm; unsere La-Tène-Stücke liegen mit 1,6 mm am oberen Ende. Verlasst Euch dabei nicht auf die Millimeterzahl allein, sondern auf die Angabe Einsatzbereich im jeweiligen Artikel — sie ist die verbindliche Auskunft.

Zur Pflege: Messing rostet nicht, läuft aber an. Hier entscheidet Ihr, ob Ihr die warme, dunkle Patina behalten oder regelmässig polieren wollt — beides ist historisch vertretbar, nur der ständige Wechsel ruiniert die Optik. Blanker Stahl dagegen braucht nach jedem Einsatz die volle Behandlung: innen zuerst trockenreiben, dann aussen, danach ein hauchdünner Ölfilm; besonders um die Nietköpfe und in den Scharnieren, wo Feuchtigkeit stehen bleibt. Die Scharniere selbst wollen gezielt geölt werden, damit die Wangenklappen leichtgängig bleiben. Alles Nötige findet Ihr unter Pflege & Reinigung, die vollständige Anleitung auf unserer Seite Reinigung & Pflege. Und der Kinnriemen ist auch hier das Teil, das als Erstes reisst — Ersatz findet Ihr bei den Rüstungsteilen.

Drachenhort – Schweizer Shop für keltische Helme

Wir versenden direkt aus unserem Schweizer Lager. Das erspart Euch Zoll, Einfuhrsteuer, Importgebühren und lange Wartezeiten — und macht eine Rücksendung, falls die Grösse doch nicht passt, zu einer Sache von Tagen statt Wochen. Was sofort lieferbar ist, verlässt unser Lager in der Regel am nächsten Werktag; bei Bestellartikeln nennen wir die Lieferfrist offen auf der Produktseite, statt Euch raten zu lassen.

Und weil die Kopfumfänge in dieser Kategorie eng ausfallen, lohnt das Aufsetzen hier besonders. In unserem Showroom in Kirchberg setzt Ihr auf, schliesst die Wangenklappen, dreht den Kopf — und wisst in fünf Sekunden, ob der Helm sitzt oder ob Ihr eine Nummer mehr Luft braucht. Bringt Eure Polsterhaube mit, falls Ihr eine habt; sie verändert die Passform mehr als jede Grössenangabe. Alle Masse findet Ihr in unseren Grössentabellen, für Vereine und Veranstalter gelten unsere Mengen- & Firmenrabatte.

Ob Ihr Fragen zur Datierung Eures Helms habt, wissen wollt, ob Stahl oder Messing zu Eurer Darstellung passt, oder wie sich ein Montefortino sowohl keltisch als auch römisch tragen lässt: Fragt uns. Wir tragen dieses Zeug selbst — und sagen Euch auch dann ehrlich, was Ihr braucht, wenn die ehrliche Antwort das günstigere Stück ist.

Zuletzt angesehen

Eure Vorteile im Drachenhort

  • Schweizer Shop & Lager
    Zuverlässig • Ehrlich • Schnell
  • Handverlesene Produkte
    Hochwertig • Inspirirend • Faire Preise
  • Fachkundige Beratung
    Kompetent • Lösungsorientiert
  • Showroom zum Staunen
    Anfassen • Anprobieren • Abtauchen
  • Leidenschaft & Herzblut
    Von Fans für Fans • Mit Seele

Akzeptierte Münzen

Ihr entscheidet wie Ihr bezahlen möchtet:
Zahlungsmittel Drachenhort

Kundenbewertungen

Das halten unsere Kunden von uns:
Google Bewertung | Drachenhort