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SOFORT LIEFERBAR
BESTELLBAR
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Römerhelm Galea für Kinder
Römerhelm Galea für Kinder
69.90 CHF
BESTELLBAR
Helm der Kreuzritter aus 1,6mm Stahl
Helm der Kreuzritter aus 1,6mm Stahl
159.90 CHF
BESTELLBAR
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Gladiatorenhelm Maximus mit Dornen
Gladiatorenhelm Maximus mit Dornen
109.90 CHF
BESTELLBAR
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Italo Korintherhelm aus 1,3mm Stahl
Italo Korintherhelm aus 1,3mm Stahl
89.90 CHF
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Gladiatoren Helm Maximus
Gladiatoren Helm Maximus
89.90 CHF
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Eine Reise durch die Jahrhunderte: Helme der Weltgeschichte

Die gesamte Geschichte des Helms ist die Geschichte eines einzigen Kompromisses: Wie viel Sicht opfert man für wie viel Deckung? Jede Epoche hat darauf eine andere Antwort gegeben, und jede dieser Antworten war für ihre Zeit richtig. Der Grieche liess sich im korinthischen Helm fast blind machen, weil er in der Phalanx ohnehin nur nach vorn schaute. Der Wikinger blieb offen, weil er Sicht und Gehör brauchte. Der Kreuzritter verschloss sich im Topfhelm vollständig, weil er im Anritt aus dem Sattel kämpfte. Und der spätmittelalterliche Plattner löste den Konflikt schliesslich mit dem beweglichen Visier.

Genau deshalb ist die Gliederung nach Epochen mehr als ein Ordnungsprinzip — sie ist die eigentliche Kaufberatung. Wer weiss, in welchem Jahrhundert seine Darstellung spielt, hat die Vorauswahl bereits getroffen. Unsere fünf Abteilungen sind: Antike, Frühmittelalter, Hochmittelalter, Spätmittelalter und Neuzeit. Wer lieber vom Volk her denkt als von der Zeit, findet dieselben Stücke sortiert unter Helme nach Kulturen.

Und in einer Sache gehen wir weiter als fast jeder andere Händler: bei den römischen Helmen führen wir die vollständige Typologie nach Fundort. „Römerhelm" ist keine Bauform, sondern eine Entwicklungsreihe über Jahrhunderte, und die Forschung benennt ihre Stufen nach den Orten der Originalfunde. Bei uns findet Ihr die Reihe Imperial Gallic von A bis H — Nijmegen, Bukarest, Sisak, Besançon, Weisenau, Hebron —, die Reihe Imperial Italic mit Cremona, Mainz und Niedermörmter, die früheren Coolus-Typen Haltern und Walbrook, den Auxiliarhelm Heddernheim, die Kavalleriehelme Ribchester, Deurne und Burgh Castle sowie die spätrömischen Stücke Intercisa II und Berkasovo. Für Kelten und Republikanisches Rom stehen die Montefortino-Typen in Stahl und Messing bereit. Wer eine Gruppe ausrüstet, sollte sich vorab auf eine Stufe einigen — ein Trupp, in dem ein Coolus neben einem Berkasovo steht, überspannt vierhundert Jahre Militärgeschichte.

Authentizität für Reenactment und LARP: Was Ihr vor dem Kauf wissen müsst

Die Frage nach der historisch korrekten Materialstärke wird oft gestellt — und die ehrliche Antwort ist unbequemer, als man erwartet: Originale hatten keine einheitliche Stärke. Ein getriebener Helm ist dort dick, wo der Schmied Material stehen liess, und dünn dort, wo er es beim Formen ausgezogen hat; viele historische Stücke sind an manchen Stellen dünner als jeder moderne Nachbau. Was heute in Millimetern angegeben wird, folgt deshalb nicht der Archäologie, sondern der Sicherheit — und das ist auch richtig so, denn im Schaukampf wird häufiger auf den Kopf geschlagen als in jeder historischen Schlacht.

Für Euch heisst das konkret: Wir führen von 1 mm bis 2 mm. Ein Millimeter ist Dekoration, Kostüm und LARP. 1,2 bis 1,6 mm ist der Reenactment-Bereich. 2 mm ist die Stärke für schweren Schaukampf und Buhurt. Prüft dazu immer die Angabe Einsatzbereich im Artikel — sie unterscheidet zwischen Dekoration, Geschenk, Lagerleben, Kostüm, LARP, Reenactment, Training, Schaukampf (leicht) und Schaukampf (schwer), und nur das ausdrücklich für „schwer" freigegebene Stück gehört in den Vollkontakt. Was die Klassen bedeuten, erklären wir auf unserer Seite zur Schaukampf-Klassifizierung. Und klärt vor dem Kauf ab, was Euer Verein oder Veranstalter vorschreibt — die Regelwerke sind strenger als die Physik.

Zur zweiten Frage, der Passform, gibt es eine Antwort mit Zahlen — und sie erspart die häufigste Rücksendung überhaupt. Wir weisen bei jedem Helm den Kopfumfang in Zentimetern aus. Messt Euch mit einem Bandmass über der Stirn und rund um den Hinterkopf. Und dann rechnet dazu, was darunter kommt: Eine gepolsterte Bundhaube braucht rund zwei bis drei Zentimeter zusätzlichen Umfang, eine Kettenhaube je nach Ringstärke noch mehr. Ein Helm, der auf dem blossen Kopf perfekt sitzt, ist mit Polsterung zu klein — und ein Helm ohne Polsterung ist kein sparsamer Helm, sondern ein gefährlicher, weil er wackelt und die volle Wucht weitergibt. Bundhauben, Kettenhauben und Polsterungen findet Ihr unter Bundhauben & Helmteile und bei den Kettenrüstungen für Kopf, Hals & Schultern.

Von der Arena zum Turnier: Einsatzbeispiele Eurer historischen Ausrüstung

Der praktische Rat, den wir zu dieser Kategorie am häufigsten geben, lautet: Wählt den Helm nach Eurer Kampfweise, nicht nach dem schönsten Bild. Denn was in der Vitrine am beeindruckendsten aussieht, ist auf dem Platz oft das Unpraktischste.

Wer zu Fuss und in der Gruppe ficht, braucht Sicht nach unten und zur Seite — dafür sind der Eisenhut mit seiner umlaufenden Krempe, die schlichte Hirnhaube und der Schaller gebaut. Wer im Einzelkampf steht und einen Gegner vor sich hat, kann sich den Topfhelm leisten, der alles verschliesst und nur einen Sehschlitz lässt. Für LARP und nächtliche Waldschlachten ist der Nasalhelm tatsächlich die klügste Wahl: voller Sichtwinkel, freies Gehör, und der Nasensteg fängt trotzdem den Streifer ab, der sonst ins Gesicht ginge. Wer noch nie einen geschlossenen Helm getragen hat, sollte wissen: Das Sichtfeld ist enger, als jedes Foto vermuten lässt, und die eigene Atemluft wird nach zehn Minuten zum Thema.

Für die römische Darstellung ergänzen sich Helm, Lorica Segmentata oder Squamata, Scutum und Caligae zu einem geschlossenen Bild. Der Ritter des 13. Jahrhunderts trägt Topfhelm über Kettenhemd und Gambeson, dazu Mandelschild und Wappenrock. Wo Ihr das alles ausführen könnt, steht in unserem Mittelalterkalender — dort sammeln wir die Märkte, Lager und Veranstaltungen der Schweiz und der Nachbarländer, damit Ihr Eure Ausrüstung nicht nur besitzt, sondern auch tragt.

Und ausserhalb der Veranstaltungen behalten diese Stücke ihren Wert: als Ausstellungsstück im Wohnraum, als Anschauungsmaterial für Schulen und Museen — ein Schaller, den man in die Hand nehmen darf, erklärt das Spätmittelalter besser als drei Seiten Text — und für Sammler militärhistorischer Objekte, denen unsere Abteilung Neuzeit mit Stücken wie der Geschlossenen Sturmhaube Burgonet des 17. Jahrhunderts und dem Geschlossenen Helm im englischen Stil des 16. Jahrhunderts den Übergang vom Ritterharnisch zur frühneuzeitlichen Militärausrüstung zeigt. Wer die Reihe bis ins 19. Jahrhundert verlängern will, findet bei den Lederhelmen sogar eine preussische Pickelhaube. Ein Helmständer macht aus dem Ausrüstungsteil ein Ausstellungsstück — und hält den Helm nebenbei in Form.

Qualität, die Jahrhunderte überdauert: Warum sich hochwertige Repliken lohnen

Die Frage, ob sich der Aufpreis gegenüber dünnem Billigblech lohnt, lässt sich am Material beantworten — und hier ist die Auskunft angenehm konkret. Wir führen in dieser Kategorie Kohlenstoffstahl, Federstahl, Bronze und Messing. Der Unterschied ist kein Etikett: Kohlenstoffstahl lässt sich härten und behält seine Form; Federstahl geht nach einer Verformung in seine Ausgangsform zurück, statt eine Beule zu behalten — genau die Eigenschaft, wegen der er im Kontaktbereich verwendet wird. Bronze und Messing sind die richtigen Materialien für die Antike, weil dort tatsächlich Buntmetall getragen wurde, und sie rosten nicht.

Was einen guten Helm ausmacht, sieht man aber nicht am Blech, sondern an drei anderen Stellen: an der Form — eine sauber getriebene, gleichmässig gewölbte Glocke leitet einen Schlag ab, eine flach gepresste nicht; an den Nieten, die bei einem Spangenhelm die eigentliche Konstruktion tragen; und an den Kanten, die umgebördelt oder mit einem Draht verstärkt sein sollten, weil eine scharf beschnittene Blechkante genau das ist, wonach sie klingt. Prüft diese drei Punkte, wenn Ihr Preise vergleicht — sie erklären den Unterschied zuverlässiger als jede Materialangabe.

Und dann ist da noch das, was sich nicht in Daten fassen lässt: das Gewicht auf dem Kopf, der Klang beim Aufsetzen, das gedämpfte Geräusch der eigenen Stimme. Ein guter Helm überdauert Jahrzehnte — vorausgesetzt, er wird gepflegt. Blankstahl beginnt zu rosten, sobald er Feuchtigkeit sieht, und der gefährlichste Feuchtigkeitsträger ist Eure eigene Atemluft, die sich innen an der kalten Glocke niederschlägt. Trocknet deshalb nach jedem Einsatz innen zuerst, dann aussen, und tragt einen dünnen Ölfilm auf. Alles Nötige findet Ihr unter Pflege & Reinigung, die vollständige Anleitung auf unserer Seite Reinigung & Pflege.

Drachenhort – Schweizer Shop für Helme nach Epochen

Wir versenden direkt aus unserem Schweizer Lager. Das erspart Euch Zoll, Einfuhrsteuer, Speditionsaufschläge und lange Wartezeiten — und macht eine Rücksendung, falls die Grösse doch nicht passt, zu einer Sache von Tagen statt Wochen. Was sofort lieferbar ist, verlässt unser Lager in der Regel am nächsten Werktag; bei Bestellartikeln nennen wir die Lieferfrist offen auf der Produktseite, statt Euch raten zu lassen.

Ein Helm muss sitzen wie ein zweites Stück Kopf — und das lässt sich nun einmal nicht am Bildschirm feststellen. In unserem Showroom in Kirchberg setzt Ihr auf, dreht den Kopf, schaut nach unten auf Eure Füsse und atmet einmal kräftig durch. Vier Bewegungen, die mehr verraten als jede Produktbeschreibung — und der Grund, warum sich für einen Helm der Weg zu uns lohnt. Bringt Eure Bundhaube mit, wenn Ihr eine habt; sie verändert die Passform mehr als jede Grössenangabe. Alle Masse findet Ihr in unseren Grössentabellen, und für Vereine, Ensembles und Veranstalter, die eine ganze Gruppe einheitlich ausstatten, gelten unsere Mengen- & Firmenrabatte.

Ob Ihr gerade Eure erste Darstellung zusammenstellt oder seit Jahren im Feld steht: Fragt uns, bevor Ihr bestellt. Wir tragen dieses Zeug selbst — und sagen Euch auch dann ehrlich, was Ihr braucht, wenn die ehrliche Antwort der schlichtere und günstigere Helm ist.

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