Geschliffene Stangenwaffen – die Waffen, die Schlachten entschieden
Das Schwert war das Zeichen des Ritters, aber die Schlachten gewann die Stange. Eine Stangenwaffe kostete einen Bruchteil eines Schwerts, war in wenigen Wochen zu erlernen und hielt den Gegner auf Abstand — drei Gründe, warum Fusstruppen vom Altertum bis in die frühe Neuzeit vor allem mit Speer, Hellebarde und Spiess ins Feld zogen. In dieser Kategorie findet Ihr diese Waffen in geschliffener Ausführung, also mit scharfer Schneide und in der Form, die ihre historischen Vorbilder hatten.
Die Hellebarde – ein Stück Schweizer Geschichte
Kaum eine Waffe ist so eng mit der Schweiz verbunden wie die Hellebarde. Sie entstand im 13. und 14. Jahrhundert im Gebiet der Eidgenossenschaft und vereint drei Werkzeuge in einem: das Beil zum Spalten, die Spitze zum Stechen und den Haken, mit dem sich ein Reiter vom Pferd ziehen liess. Genau diese Kombination machte sie zur Antwort des Fussvolks auf die gepanzerte Reiterei.
Bei Morgarten 1315 und bei Sempach 1386 zeigte sich, was das bedeutete: Bauern und Handwerker schlugen Ritterheere, weil ihre Waffe deren grössten Vorteil aufhob. Später trugen die eidgenössischen Söldner den Langspiess in den Gewalthaufen über halb Europa und galten fast ein Jahrhundert lang als beste Infanterie des Kontinents. Wer heute in Rom die Päpstliche Schweizergarde sieht, sieht diese Tradition ununterbrochen weiterleben.
Speer, Glefe, Partisane – die Familie der Stangenwaffen
Der Speer ist die älteste Waffe der Menschheit und blieb bis ins Spätmittelalter die häufigste. Bei den Wikingern war er weiter verbreitet als das Schwert und zugleich das Zeichen Odins. Die Glefe trägt eine einschneidige, messerartige Klinge auf dem Schaft und verbindet die Reichweite der Stange mit der Schnittwirkung einer Klinge. Die Partisane hat einen symmetrischen, beidseitig geschliffenen Kopf mit seitlichen Fanghaken und wurde später zur Waffe von Leibwachen und Offizieren — mehr Zeichen als Werkzeug.
Dazu kommen Formen wie die Bardiche mit ihrem langen, sichelförmigen Beil aus dem östlichen Europa und die Kriegssense, die aus dem bäuerlichen Aufstand in die Kriegsführung fand.
Geschliffen heisst scharf – worauf Ihr achten solltet
Die Waffen in dieser Kategorie haben eine echte Schneide. Sie sind gedacht für Sammlung, Präsentation und kontrollierte Schnitt-Tests — nicht für Schaukampf, Buhurt oder LARP. Für diese Einsätze führen wir eigene, ungeschliffene Ausführungen in den Kategorien Schaukampfwaffen und Dekowaffen. Zur rechtlichen Seite haben wir eine eigene Übersicht zum Schweizer Waffengesetz zusammengestellt. Bitte lest sie vor dem Kauf, insbesondere zu Erwerb, Besitz und Transport. Wir geben scharfe Waffen ausschliesslich nach erfolgtem Altersnachweis ab.
Und ein praktischer Hinweis: Karbonstahl ist nicht rostfrei. Eine geschliffene Klinge will nach dem Auspacken und dann regelmässig geölt werden — Hinweise dazu findet Ihr unter Reinigung & Pflege, passende Öle und Pflegesets bei unserem Zubehör. Für die Präsentation an der Wand oder auf dem Ständer haben wir ebenfalls passende Halterungen.
Drachenhort – Schweizer Shop für geschliffene Stangenwaffen
Im Drachenhort findet Ihr Hellebarden, Speere, Glefen und Partisanen von Herstellern, die wir seit Jahren führen und deren Verarbeitung wir kennen. Wir prüfen jedes Stück auf Sitz der Klinge, Qualität des Schafts und Verarbeitung der Fassung, bevor es in den Versand geht. Bei Fragen zu Länge, Gewicht oder Eignung beraten wir Euch — und im Showroom in Kirchberg könnt Ihr eine Stangenwaffe in die Hand nehmen, bevor Ihr Euch entscheidet. Eine Hellebarde will gehalten werden, um verstanden zu werden.
Entdeckt jetzt unsere geschliffenen Stangenwaffen und holt Euch ein Stück Geschichte, das seine Wirkung nie verloren hat.

