Kurzschwerter – die Klingen für den engen Raum
Ein langes Schwert braucht Platz. In der Schlachtreihe, im Häuserkampf, an Bord eines Schiffs oder in einem Innenraum wird diese Länge zum Nachteil — und genau dort beginnt die Zeit des Kurzschwerts. Zwei Kulturen haben daraus eine eigene Waffengattung entwickelt, unabhängig voneinander und mit ganz unterschiedlichen Antworten: das Römische Reich mit dem Gladius, Japan mit Wakizashi und Tanto.
In dieser Kategorie findet Ihr beide Traditionen in geschliffener Ausführung, also mit scharfer Schneide und in der Bauweise ihrer historischen Vorbilder.
Der Gladius – das Schwert, das ein Imperium baute
Kaum eine Waffe hat mehr Geschichte geschrieben als das Kurzschwert der römischen Legion. Mit rund 50 Zentimetern Klingenlänge war der Gladius kurz genug, um dicht hinter dem Scutum geführt zu werden, und schwer genug, um durch Schild und Rüstung zu stossen.
Sein Erfolg lag in der Formation: Während der Gegner mit langen Klingen ausholen musste, arbeitete der Legionär auf engstem Raum mit kurzen, gezielten Stichen aus der Deckung heraus. Die Römer übernahmen die Form ursprünglich von den iberischen Völkern — daher der Name Gladius Hispaniensis — und entwickelten daraus über Jahrhunderte die bekannten Typen von Mainz und Pompeji.
Wer eine römische Darstellung aufbaut, kommt am Gladius nicht vorbei. Passende Schilde und Helme findet Ihr in den benachbarten Kategorien.
Wakizashi - Klingen, die immer dabei waren
Der Samurai trug nicht ein Schwert, sondern zwei. Katana und Wakizashi bildeten zusammen das Daishō, das „Grosse und Kleine" — ein Paar, das zu tragen ausschliesslich dem Kriegerstand erlaubt war. Das Wakizashi mit seiner Klinge zwischen 30 und 60 Zentimetern war dabei mehr als eine Zweitwaffe. Beim Betreten eines Hauses wurde das Katana am Eingang abgelegt — das Wakizashi blieb am Gürtel. Es war damit die Klinge, die den Samurai wirklich nie verliess, und wurde entsprechend sorgfältig gearbeitet.
Geschliffen heisst scharf – und japanischer Stahl will Pflege
Die Klingen in dieser Kategorie sind geschärft. Sie sind gedacht für Sammlung, Präsentation und kontrollierte Schnitt-Tests — nicht für Schaukampf, Buhurt oder LARP. Für diese Einsätze führen wir eigene, ungeschliffene Ausführungen. Zur rechtlichen Seite haben wir eine Übersicht zum Schweizer Waffengesetz zusammengestellt; wir geben scharfe Waffen ausschliesslich nach erfolgtem Altersnachweis ab.
Bei der Pflege lohnt ein besonderer Hinweis für die japanischen Klingen. Hochkohlenstoffstahl reagiert empfindlich auf Handschweiss — schon ein Fingerabdruck auf der blanken Klinge kann innerhalb von Tagen einen Fleck hinterlassen. Japanische Schwerter werden deshalb traditionell nur am Griff angefasst, nach Gebrauch gereinigt und dünn geölt. Passende Pflegesets führen wir eigens dafür, ebenso Ständer und Wandhalterungen für die Präsentation.
Für Schnitt-Tests eignet sich das Wakizashi wegen seiner Handlichkeit besonders gut — die passenden Tatami-Matten findet Ihr ebenfalls bei uns.
Drachenhort – Schweizer Shop für geschliffene Kurzschwerter
Im Drachenhort führen wir Kurzschwerter von Herstellern, deren Verarbeitung wir seit Jahren kennen. Wir achten auf sauber gehärtete Klingen, feste Fassungen und Scheiden, die passen. Bei Fragen zu Stahlsorte, Härtung oder Eignung für den Schnitt-Test beraten wir Euch — und im Showroom in Kirchberg könnt Ihr eine Klinge in die Hand nehmen, bevor Ihr Euch entscheidet. Bei einem Kurzschwert entscheidet die Balance, und die spürt man erst im Griff.
Entdeckt jetzt unsere geschliffenen Kurzschwerter — von der römischen Legion bis zum japanischen Schwertadel.

